Dominik Baumann zeigt bei Blancpain Endurance Cup-Finale in Barcelona starke Pace

Der zweite Saisonauftritt von Dominik Baumann im Endurance Cup der Blancpain GT Series war zugleich sein letzter in diesem Jahr. Nachdem die Zusammenarbeit mit R-Motorsport bereits beim 24-Stunden-Klassiker bereits hervorragend funktioniert hat, saß der Österreicher auch beim Saisonfinale auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya im Cockpit des Aston Martin Vantage V12 GT3. Gemeinsam mit seinen Teamkollege Maxime Martin und Marvin Kirchhöfer war die Devise, die erfolgreiche Debütsaison für den Rennstall aus dem schweizerischen Niederwil in der Blancpain GT Series ebenbürtig abzuschließen. Bis zum Schluss lag das Trio nach einer starken Aufholjagd unter den Top-10, doch nach einer späten Durchfahrtsstrafe rutschte der Aston Martin Vantage V12 GT3 mit der Startnummer 62 zurück auf Platz 18.

Im Qualifying lief zunächst alles nach Plan. Baumann legte mit Platz elf im ersten Segment vor. Seine Teamkollegen setzten die starke Tendenz fort. Nach dem Qualifying stand zunächst Startplatz 14 fest. Doch nachträglich wurden Zeiten im zweiten Qualifying-Segment gestrichen, die unter Missachtung roter und gelber Flaggen gefahren wurden. Getroffen hat es auch das Trio. Dadurch rutschten Baumann, Kirchhöfer und Martin zurück auf den 24. Startplatz. Im Rennen selbst waren die Drei nicht zu bremsen. Bis kurz vor Rennende machten die R-Motorsport-Piloten 15 Plätze gut, ehe sie aufgrund der Durchfahrtsstrafe wieder auf Platz 18 zurückgereicht wurden.

Dominik, wie fällt dein Fazit zum Blancpain GT Series-Saisonfinale aus?
Unser Ziel war es ganz klar, in die Punkte zu fahren. Leider ist uns das nach der späten Durchfahrtsstrafe nicht geglückt. Aber alles in allem bin ich nicht unzufrieden, denn wir haben viel Boden gutgemacht und das Team und wir Fahrer haben einen super Job abgeliefert. Leider haben wir am Schluss etwas Pech mit der Durchfahrtsstrafe gehabt, sonst wären wir in den Top-10 gelandet. Aber das Team hat in seinem ersten Jahr mit drei aufeinander folgenden Poles und dem Rennsieg in Silverstone klar und deutlich gezeigt, dass man mit R-Motorsport in Zukunft zu rechnen hat.

Du bist den ersten Stint gefahren. Die Startphase war sehr turbulent. Wie hast du die erste Stunde erlebt?
Wir sind von Platz 24 gestartet, nachdem unsere beste Zeit im zweiten Qualifying gestrichen worden ist. Unsere Marschrichtung war, mit möglichst wenig Risiko durch die Startphase zu kommen. Das ist mir sehr gut gelungen und ich habe gleich ein paar Positionen gutgemacht. Nach der Startphase bin ich mein Rennen gefahren. Ich habe einiges versucht, aber letztlich hatten wir Probleme aus den Kurven heraus. Das Auto ist im Saisonverlauf wegen der Balance of Performance immer schwerer geworden. Das hat sich in Barcelona besonders bemerkbar gemacht. Am Schluss meines Stints habe ich das Auto an Marvin auf Platz 19 übergeben.

Deine Teamkollegen haben eine ähnlich starke Performance an den Tag gelegt…
Marvins Stint war stark. Er hatte zwar etwas Pech mit Safety-Car- und Full-Course-Yellow-Phasen. Als Maxime das Auto übernahm, war er im Pulk mit mehreren Autos. Er ist dann mit einer wirklich beeindruckenden Performance bis auf Platz neun nach vorne gefahren. Am Schluss gab es dann noch einmal eine Full-Course-Yellow-Phase. Er hat einen Tick zu spät auf die Maximalgeschwindigkeit von 80 km/h heruntergebremst. Deswegen haben wir noch eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt bekommen, die uns leider einen Platz unter den besten Zehn gekostet hat.

Das war jetzt dein zweiter Einsatz für R-Motorsport. Ist für kommendes Jahr mehr geplant?
Vom ersten Test an habe ich gemerkt, dass ich bei R-Motorsport richtig gut aufgehoben bin. Das gesamte Team arbeitet hochprofessionell, ist im Umgang sehr unkompliziert und angenehm. Die Atmosphäre dort ist einfach klasse. Das sind natürlich alles top Voraussetzungen für eine weitere Zusammenarbeit. Aber bis zur nächsten Saison ist es noch lange hin, schließlich habe ich noch ein Rennen in der IMSA mit 3GT Racing. Die Zusammenarbeit mit dem Team funktioniert ebenfalls prächtig und die Jungs sind auch absolute Pros. Bis zur Winterpause dauert es noch etwas. Dann ist die richtige Zeit, mir über meine Optionen Gedanken zu machen.